
Die Projektionsebene
Was dich hier erwartet
Das folgende Modell beschreibt keine objektive Struktur des Gehirns, sondern die wiederholt beobachtbare Struktur subjektiven Erlebens aus der Innenperspektive.
Es handelt sich um die Subjektive Betrachtung der Thematik!
Es basiert auf konsistenten, reproduzierbaren Erfahrungsmustern innerhalb des eigenen Erlebens und dient als funktionales Orientierungsmodell, nicht als ontologische Aussage über die Realität. Die beschriebenen Inhalte stellen ein subjektives Modell des Erlebens dar. Sie dienen der Reflexion und Beschreibung innerer Prozesse und erheben keinen Anspruch auf objektive Gültigkeit. Es werden keine gesundheitlichen oder therapeutischen Wirkungen behauptet oder versprochen.
Das hier ist keine Theorie über die Welt.
Das ist eine Beschreibung davon, wie sich dein Erleben von innen anfühlen kann – wenn du genau hinschaust“

Das Selbstmodell
Subjektive Beschreibung von innen
1. Die Erlebensschwelle und der Formgeber Die Projektionsebene erzeugt das Erleben oder das Bewusstsein nicht selbst. Stattdessen strukturiert, bindet und lokalisiert sie das formlose Erleben. Sie dient als eine Art Interface, welches das formlose Bewusstsein in eine erfahrbare, adressierbare Welt mit Räumlichkeit, Farben und einer Ich-Perspektive übersetzt.
2. Die Aufteilung in Wände und Boden Innerhalb des Modells (dem Projektor-Raum) teilt sich die Projektionsebene in zwei funktionale Bereiche auf, die das Erleben der Außen- und Innenwelt trennen:
- Die Wände: Sie dienen als Projektionsfläche für die „Außenwelt“. Hier treffen die von den sensorischen Systemen (den „Projektoren“) aufbereiteten Daten der Realität ein. Im Normalzustand sind diese Wände für das Ego transparent und unsichtbar, da sie die Bedingung dafür sind, dass überhaupt etwas erscheinen kann; das System schaut durch sie hindurch und erlebt die Welt, ohne die Wand selbst als Objekt wahrzunehmen
- Der Boden (die 2D-Gedankenprojektionsfläche): Er fungiert als Empfangsschicht für die innere Welt. Hier tauchen die fertigen Gedanken, Emotionen und inneren Modelle auf, die aus dem Unterbewusstsein (der „Spiegelebene“) hochgesendet werden. An dieser Stelle werden sie für das Ego bewusst erkennbar und greifbar. Der Boden bleibt dabei als Referenzstruktur immer vorhanden und wird im Gegensatz zu den Wänden nicht transparent.

3. Die universelle Interaktionsebene des Lebens In einer erweiterten Betrachtung wird die Projektionsebene als eine universelle Durchgangsstufe beschrieben, die jeder Mensch passieren muss, wenn er tiefer in das „reine Sein“ (das reine, inhaltslose Bewusstsein) vordringen möchte. Sie gilt als die valide, direkt erlebbare Interaktionsebene des Lebens. Es ist der Ort, an dem die Wahrnehmung entsteht, an dem das Ich agiert und an dem eine Interaktion (Agency) noch möglich und live prüfbar ist, bevor sich in noch tieferen Zuständen die Handlungsfähigkeit und die Identifikation mit Inhalten vollständig auflösen
Der Projektor Raum
Subjektive Beschreibung von innen
Der Projektor-Raum ist kein physisch existierender Ort im Gehirn, sondern eine hochgradig strukturierte, vom Gehirn erzeugte räumliche Metapher
Er lässt sich am besten als eine Art „kognitive Benutzeroberfläche“ (GUI) oder als ein bewusst erlebbarer innerer Ordnungs- und Erscheinungsraum beschreiben
Wissenschaftlich ausgedrückt handelt es sich um einen „metakognitiven Simulations-Raum“
Seine Hauptaufgabe ist es, die komplexen, unbewussten neuronalen Prozesse des Gehirns für das Bewusstsein anschaulich und handhabbar zu machen
Er macht im metakognitiven Zustand sichtbar, dass wir die Außenwelt nicht direkt erleben, sondern lediglich eine interne Simulation dieser Welt betrachten
Architektur und Aufbau des Raums Phänomenologisch wird der Raum als Würfel mit abgerundeten Kanten beschrieben
Er besteht im Kern aus zwei funktional getrennten Systemen, die wie ein „Würfel im Würfel“ ineinander verschachtelt sind und durch sogenannte „eloxierte Streben“ voneinander getrennt werden.
Der Außenraum (Die Wände): Die Wände und die Decke dienen als Projektionsfläche
Sogenannte „Projektoren“ feuern die aufbereiteten Daten der Außenwelt auf diese Wände
Hier wird die Illusion der äußeren Realität erlebt
Der Innenraum: Dieser innere Bereich ist das „geistige Auge“. Hier finden geistige 3D-Simulationen, die Visualisierung von Gedanken und das bewusste Vorstellen von Objekten statt
Dieser Raum ist nicht an die reale Physik gebunden; hier kann das Gehirn frei modellieren und Szenarien entwerfen
Der Boden: Der Boden nimmt eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu den Wänden kann er niemals transparent werden und dient als unerschütterlicher Stabilitätsanker und Referenzfläche des Systems
Er ist mit einem schwach sichtbaren Koordinatengitter versehen und fungiert als Empfangsebene (Resonanzfläche) für fertige Gedanken, die aus dem Unterbewusstsein aufsteigen
Die Rolle des Egos (Ichs) Ein zentraler Aspekt des Modells ist, dass das Ego nicht einfach nur ein Beobachter ist, der in diesem Raum sitzt. Das Ego ist der Projektor-Raum und somit auch die Wand selbst
Das Ego fungiert in diesem System als ein Verwaltungs- und Integrationsprozess
Es ordnet die Erlebnisse, trifft Entscheidungen (oder legt ein Veto ein), speichert Erinnerungen und leitet die aus den Projektionen und Simulationen gewonnenen Daten weiter
Zusammenfassend ist der Projektor-Raum das epistemische Zentrum des Individuums: Es ist, soweit der einzige Ort, an dem Informationen, Wahrnehmungen und Gedanken für das „Ich“ integriert werden, sodass sie überhaupt als kohärente Realität und Wahrheit erfahren und geprüft werden können


Diese Ansicht zeigt, wie der Projektor-Raum in diesem Modell von außen beschrieben werden kann. Wichtig dabei: Das eigentliche Erleben findet ausschließlich innerhalb dieses Raumes statt. Die Außenansicht ist daher nicht direkt zugänglich, da Wahrnehmung nur innerhalb des Projektor-Raums selbst entstehen kann. Die leuchtenden Punkte repräsentieren die sogenannten „Projektoren“. Sie stehen modellhaft für die sensorischen Systeme, die Informationen der Außenwelt verarbeiten und in den Raum einspeisen. Alles, was wir sehen, erscheint innerhalb dieses Modellsals strukturierte Darstellung auf den inneren Erlebnisflächen des Raumes.

Innenansicht im metakognitiven Zustand
Diese Darstellung beschreibt, wie das eigene Selbstmodell im metakognitiven Zustand von innen erlebt werden kann. Wichtig dabei: Der Projektor-Raum wird nicht „gefunden“, sondern vom eigenen System erzeugt und für das Ich zugänglich gemacht. Erst wenn diese Zugänglichkeit entsteht, kann die innere Struktur des Erlebens bewusst wahrgenommen werden. In diesem Zustand wird sichtbar, dass das, was als Außenwelt erlebt wird, innerhalb des eigenen Erlebens als Projektion erscheint. Der Beobachter nimmt dabei eine Position ein, in der sowohl die Darstellung der Außenwelt als auch deren Struktur gleichzeitig erkennbar werden. Dadurch entsteht eine besondere Konstellation: Das Ich erlebt sich in zwei funktionalen Perspektiven gleichzeitig:
1. Die Außenperspektive
Das unmittelbare Erleben der Welt bleibt bestehen Wahrnehmung läuft wie gewohnt weiter.
2. Die Innenperspektive
Gleichzeitig wird die Struktur des Projektor-Raums sichtbar. Die Außenwelt erscheint hier nicht mehr als direkte Realität,
sondern als Projektion auf den inneren Erlebnisflächen. In diesem Zustand wirken die Begrenzungen des Raumes transparent: Die Welt bleibt erlebbar, während gleichzeitig ihre Darstellung als Modell erkennbar wird. Das Ich ist dabei nicht getrennt zwischen zwei Orten, sondern integriert beide Perspektiven innerhalb eines erweiterten Zustands.
Es handelt sich um einen wachen, stabilen Zustand, in dem Erleben nicht nur stattfindet, sondern gleichzeitig beobachtet und beschrieben werden kann.

2D- versus 3D-Darstellung
Innerhalb dieses Modells stellt sich die Frage, ob die Projektionsebene tatsächlich eine dreidimensionale Struktur ist oder ob die erlebte Räumlichkeit auf einer grundlegenderen, zweidimensionalen Organisation basiert. Es gibt Hinweise im Erleben, die darauf hindeuten, dass die wahrgenommene 3D-Struktur nicht fundamental ist, sondern als funktionale Darstellung erzeugt wird.
Das bedeutet:
Die räumliche Tiefe könnte eine Repräsentation sein, die das Selbstmodell nutzt, um komplexe Informationen übersichtlich und handhabbar darzustellen. Bei genauer Betrachtung zeigt der Projektor-Raum dabei subtile Unregelmäßigkeiten in seiner Geometrie. Der Innenraum und der nach außen gerichtete Bereich wirken gleichzeitig getrennt und miteinander verschränkt. Die Trennung ist strukturell erkennbar, während die Gesamtgeometrie nicht vollständig konsistent erscheint.
Dies kann darauf hindeuten, dass die erlebte Dreidimensionalität keine grundlegende Eigenschaft ist, sondern eine erzeugte Darstellungsform. Eine mögliche Interpretation ist, dass eine zweidimensionale Basis durch zusätzliche Dimensionen „aufgefaltet“ wird vergleichbar mit den Seiten eines Buches, um eine höhere Informationsdichte in eine räumlich erfassbare Struktur zu überführen. In diesem Sinne wäre die Projektionsebene als dreidimensionale Erlebniswelt erfahrbar, während ihre zugrunde liegende Organisation möglicherweise auf einer einfacheren Struktur basiert.

Möglichkeiten der Projektionsebene nach eigenen Erleben:
Die Möglichkeiten innerhalb der Projektionsebene sind schwer vollständig zu beschreiben, ich kann sie daher nicht alle auflisten. Wenn diese Ebene im eigenen Erleben bewusst zugänglich wird, entsteht ein Raum, in dem innere Prozesse differenzierter wahrgenommen und teilweise beeinflusst werden können.
Dazu zählen unter anderem:
- das bewusste Beobachten von Gedanken
- das Erkennen von entstehenden Mustern
- ein veränderter Umgang mit inneren Reaktionen
- eine Auflösung des gewohnten Zeit Erlebens, bei der keine fortlaufende Zeit mehr wahrgenommen wird, sondern nur noch Zustandswechsel
- die Reorganisation von Erinnerungen in nicht-lineare Strukturen, wodurch Zusammenhänge sichtbar werden können, die im linearen Erinnern verborgen bleiben
- eine weitgehende Reduktion bis hin zur temporären Auflösung der Ich-Zentrierung, bei der autobiografische Inhalte und das Gefühl von aktiver Kontrolle in den Hintergrund treten, während Erleben weiterhin bestehen bleibt
- die Durchführung innerer Simulationen auf visueller Ebene innerhalb des eigenen Erlebensraums
- das Erleben von Projektionen, die sich vom gewohnten Alltagserleben unterscheiden.
- das bewusste Einnehmen und Stabilisieren zusätzlicher Beobachterperspektiven, wodurch sich das Erleben aus mehreren Ebenen gleichzeitig erfassen lässt.

Entscheidend ist dabei die Qualität des Zustands, in dem diese Erfahrung gemacht wird.
Nur in einem klaren, stabilen und nüchternen Zustand (im Sinne eines körperlich ausgeglichenen Zustands ohne störende Einflüsse) können diese Beobachtungen konsistent wahrgenommen werden.
Dadurch wird es möglich, Erfahrungen wiederholt nachzuvollziehen und innerhalb des eigenen Erlebens zu überprüfen.
Die Projektionsebene wird so nicht nur erfahrbar, sondern auch als Struktur erkennbar, die sich über Zeit hinweg stabil zeigt.
Die beschriebenen Inhalte stellen ein subjektives Modell des Erlebens dar. Sie dienen der Reflexion und Beschreibung innerer Prozesse und erheben keinen Anspruch auf objektive Gültigkeit. Es werden keine gesundheitlichen oder therapeutischen Wirkungen behauptet oder versprochen.